William Wilberforce der Sklavenfreund 23
In seiner Vaterstadt Hull, sowie in York, der Hauptstadt der so
lange von ihm vertretenen Grafschaft, wurden an seinem Begräbnistage
Gedächtnisfeierlichkeiten für Wilberforce veranstaltet, und während
ihm seine Vaterstadt später eine Denksäule errichtete, setzte die
ganze Grafschaft ihm ein Denkmal anderer Art, das aber gewiß mehr
als eine Denksäule dem Sinne und Geiste entsprach, in welchem der
Geehrte während seiner Lebenszeit gewirkt hatte, sie gründete eine
Blindenanstalt, zur Ehre seines Namens.
Auf den westindischen Inseln aber legten die Neger, die so viel Ursache
hatten, seinen Namen zu segnen, bei der Nachricht von seinem Tode
Trauerkleider an, und eben dasselbige that die farbige Bevölkerung in
New-York.
Und doch, was waren alle diese Ehrenbezeugungen und Verherrlichungen
des Verstorbenen gegenüber der Herrlichkeit, die der Herr im Himmel
droben bereit hielt für seinen treuen Knecht, der mit dem reichen
Pfunde, welches ihm anvertraut gewesen war, so wirksam gewuchert und im
Dienste seines himmlischen Herrn mit hingebender Liebe gewirkt hatte,
so lange es Tag für ihn war! Wie ist da gewiß wahr geworden an ihm das
schöne Wort des 116. Psalms: »Der Tod seiner Heiligen ist wert gehalten
vor dem Herrn«! Wie durfte er dort gewiß voll seliger Freude jubeln
mit den Worten desselben Psalms: »O Herr, ich bin Dein Knecht; du hast
meine Bande zerrissen.«
Wenn aber der geneigte Leser dieses Büchleins sich gedrungen fühlt,
nicht blos den Namen Wilberforce mit Hochachtung zu nennen, so oft er
ihm auf die Zunge kommt, sondern sich auch an dem hochgeachteten Manne
ein Vorbild zu nehmen, und zwar nicht allein an dem heiligen Eifer
für alles Hohe und Heilige, der ihn durchglühte, an der hingebenden
Pflichttreue, die ihn nie ruhen ließ, an seiner rührenden Demut und
Bescheidenheit, die ihn seiner reichen Gaben, seiner gesegneten
Wirksamkeit sich niemals selbst überheben ließ, sondern auch vor
allem an dem unermüdlichen, sich selbst nie genug thuenden Dichten
und Trachten, sowohl seine eigene Seligkeit zu schaffen, als auch
Anderen auf den rechten Weg zur Seligkeit zu verhelfen, soweit dies in
Menschenkraft liegt: so ist der innigste Wunsch dessen erfüllt, der
diese Blätter geschrieben hat.
Verlag von Julius Niedner in Wiesbaden.
Durch alle Buchhandlungen und durch mich zu beziehen:
Aus der Maje.
Erzählungen von =W. O. von Horn= (W. Oertel.)
Vier Bände.
Broschiert 6 Mk. 40 Pfg., eleg. u. dauerh. geb. 9 Mk.
Jeder Band ist einzeln broschiert à 1 Mark 60 Pf., gebunden à 2 Mark
25 Pf. zu haben.
Die große Anzahl starker Bände der »Maje, ein Volksbuch für Alt und
Jung im deutschen Vaterlande« fehlen seit einer Reihe von Jahren
gänzlich. Da nun fortwährend dieses gute deutsche Volksbuch verlangt
wird, namentlich die darin befindlichen Erzählungen von +W. O. von
Horn+ (nur darin erschienen), so hielt ich es für geboten, die
Erzählungen neu aufzulegen, und glaube damit dem deutschen Volke
einen Dienst zu erweisen. An diese Erzählungen sollen sich anreihen
Erzählungen anderer anerkannter Autoren und die besten Beiträge
naturgeschichtlichen, geographischen und geschichtlichen Inhaltes.
Meine Auswahl trifft nur das Beste und glaube ich mit vollem Rechte
sagen zu können, daß diese Auslese ein Volksbuch liefern wird, wie es
die Volkslitteratur noch nicht hat.
Aus jeder Seite, ja aus jeder Zeile der Horn'schen Erzählungen tritt
uns eine Wärme, eine Innigkeit entgegen, wie sie nur hervorquellen kann
aus einer zur vollen Andacht gestimmten edlen Seele. +W. O. von Horn's+
Erzählungen, fromm, innig und populär, zeichnen sich eben so sehr
durch treffende Schilderungen des Häuslichen und Landschaftlichen aus,
wie durch Wahrheit und Tiefe der Charakterzeichnungen; sie sind daher
allen Familien, in denen reine Erzählungen gesucht werden, sowie allen
Volksbibliotheken zu empfehlen.
Fünfter und sechster Band: Erzählungen anderer Autoren.
Broschiert à 1 Mark 60 Pfg., elegant und dauerhaft gebunden
2 Mark 25 Pfg.
=Aus der Maje=, wird im Ganzen acht Bände umfassen, deren jeder
einzeln zu haben ist, und eine Bibliothek ersten Ranges für
Familien und Volksbibliotheken bilden.
Erzählungen
aus dem
Volksbuche: Die Spinnstube.
Begonnen von =W. O. von Horn=.
=Erster Band= (Jahrgänge 1875--1877).
40 Bogen. Mit 3 Stahlstichen und 90 Holzschnitten.
=Zweiter Band= (Jahrgänge 1878--1880).
40 Bogen. Mit 3 Stahlstichen und 90 Holzschnitten.
=Dritter Band= (Jahrgänge 1881--1883).
40 Bogen. Mit 3 Stahlstichen und 90 Holzschnitten.
Preis des Bandes broschiert 1 Mk. 20 Pfg., elegant gebunden 1 Mk.
80 Pfg.
Eine stets willkommene Gabe für deutsches Gemüts- und Familienleben
werden die alten Jahrgänge für Haus- und Volks-Bibliotheken gern
angeschafft.
Ich habe mich zu obiger Ausgabe entschlossen, die in 120 Bogen 9
Stahlstiche und 270 Holzschnitte, 23 große Erzählungen von +W. O. von
Horn+ wie von den ersten Autoren und eine große Zahl kleinere Aufsätze
enthält, daher bei dem sehr billigen Preis überall willkommen sein wird.
=Von da ab wird die Spinnstube nur in der Höhe der Abonnentenzahl
gedruckt.=
Druck von +K. Schwab+ in Wiesbaden.
Weitere Anmerkungen zur Transkription
Offensichtliche Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Die
Kapitelnumerierung (Kapitel IV war doppelt) wurde korrigiert.
Korrekturen:
S. 25: zurückziehen → zurückzuziehen
in die ländliche Stille {zurückzuziehen}
S. 50: sie → Sie
{Sie} hierbei und in allen Stücken zu stärken
S. 76: 1789 → 1798
in der Parlamentssitzung von {1798} keinen Fortgang.
S. 135: Kant → Kent
East Forleigh in der Grafschaft {Kent}
S. 136: sie → Sie
Anstrengungen, welche {Sie} mit solcher Ausdauer
S. 140: sie → Sie
als da {Sie} zuerst in das öffentliche Leben eintraten
댓글 없음:
댓글 쓰기